Zusammenarbeit Gesamtschule Hüllhorst
Die
Zusammenarbeit zwischen der Gesamtschule Hüllhorst und dem
Verein
„Starke Kinder“ gewinnt an Kontinuität. Und davon
profitieren beide Seiten: Schüler lernen
aus erster Hand, was es bedeutet, sich für Kinder der
Dritten Welt zu engagieren; der
Hüllhorster Verein gewinnt große Unterstützung für seine
Hilfsprojekte in Burkina Faso.
Im vergangenen Jahr feierte der Spendenlauf für
hilfsbedürftige Kinder in Burkina Faso
Premiere. Nun sind wieder Schüler und Lehrer für den guten
Zweck an den Start
gegangen. Beteiligt waren dieses mal alle sechsten Klassen
sowie eine siebte Klasse.
Jeder der rund 200 Läufer hatte sich im Vorfeld Sponsoren
aus Hüllhorst und Umgebung
gesucht. Für jede gelaufene Runde spenden diese einen
individuell verabredeten Betrag.
Bei den mehr als 1.000 Runden, die die Läufer in 20 Minuten
zusammen absolviert haben,
kommt ein stolzer Betrag zusammen. „Wir rechnen wieder mit
mehr als 2.000 Euro“, sagte
Frank Weske, Vorsitzender des Vereins „Starke Kinder“.
Wie groß das Interesse der Hüllhorster Schüler an den
Lebensverhältnissen der Kinder
aus Burkina Faso ist, zeigte sich wenige Tage zuvor beim
Unterrichtsbesuch von
Mitgliedern des Vereins in den sechsten Klassen. Dort
referierten in einer Doppelstunde
neben Weske auch Stefan Holdmann und Jörg Blöbaum über das
Engagement ihres
Vereins in jenem westafrikanischen Land, das zu den ärmsten
der Welt gehört.
Einen anregenden Einstieg verschaffte der
Starke-Kinder-Film, der emotional in die
Thematik einführte. Mit Bildern, Fakten und Berichten über
Land und Leute,
Lebensverhältnisse und Schulalltag tauchte man tiefer ein,
um dann in die Diskussion
einzusteigen. „Wir waren erstaunt, wie gut die Schüler auf
unseren Besuch vorbereitet
waren“, sagte Weske. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das
Thema mittlerweile Eingang
in den normalen Unterricht an der Gesamtschule gefunden hat.
Besonders gefreut hat man sich, dass in diesen Tagen Antoine
Michel Soubeiga zu
Besuch in Hüllhorst war. Antoine ist Deutschlehrer in
Burkina Faso und erster
Ansprechpartner für alle Mitglieder, die sein Land bereisen,
um sich ein Bild von den
laufenden Projekten zu machen. Eine Fortbildung am
Goethe-Institut nutzte er nun für
eine Stippvisite nach Hüllhorst.
Auf dem Programm stand
natürlich auch ein Besuch der
Gesamtschule. „Fast alles ist hier anders“, sagte Antoine.
Man könne sich kaum
vorstellen, dass nur 30 Schüler in einer Klasse unterrichtet
werden. „Bei uns sind es 60
und mehr.“
Besonders beeindruckt war der Besucher von der
Ausstattung der Kunst- und
Technikräume an der Gesamtschule. „Diese praktische
Orientierung fehlt uns ganz“, sagte
Antoine. Er bedankte sich bei Schulleiterin Marina
Butschkat-Nienaber mit kleinen
Gastgeschenken und hofft auf einen Gegenbesuch in Burkina
Faso.


